Wer trifft die Entscheidung über die Bestattungsform?

Hier unterscheiden wir zwischen:
1. Erdbestattung
2. Feuerbestattung
3. Anonyme Erd- und Feuerbestattung
4. Seebestattung
 
Die Form und der Ort einer Bestattung richten sich in erster Linie nach dem Willen des Verstorbenen. Zu Lebzeiten handschriftlich oder mündlich erklärte Wünsche sind zweckmäßig. Ist dieses nicht geschehen, entscheiden die Hinterbliebenen.
 
Die Rangfolge des Entscheidungsrechts ist ähnlich dem Erbrecht. Ehegatte, Kinder, Enkel, Eltern des Verstorbenen, Geschwister etc. Auch Verlobte sind berechtigt, die Bestattungsform festzulegen. Im Zweifelsfall entscheidet das Gericht.
 
Die Erdbestattung
 
Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg beerdigt. Der Sarg, sowie die Aufbahrung und die folgende Trauerfeier werden nach persönlichen Wünschen gestaltet – individuell und nicht an Preisklassen gebunden. Sie können zwischen vielen Möglichkeiten wählen und variieren.
 
Beim Kauf eines Grabes erwirbt man lediglich ein Nutzungsrecht für einen bestimmten Zeitraum. Die Ruhefrist beträgt durchschnittlich:
für ein Reihengrab:25 Jahre
für ein Einzel- und Doppelgrab:30 Jahre
für eine Mauerstelle:30 Jahre
für eine Parkstelle:40 Jahre

Die Feuerbestattung
Die Feuerbestattung wird heute von beiden christlichen Konfessionen gleichermaßen anerkannt. Man braucht keinem Feuerbestattungsverein beizutreten. Es muss eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen oder der nächsten Angehörigen vorgelegt werden.
 
Bei einer Feuerbestattung wird der Sarg mit dem Verstorbenen nach der Trauerfeier eingeäschert. Die Urne mit dem Aschresten muss in einer Grabstelle beigesetzt werden. Die Ruhefrist beträgt je nach Örtlichkeit für einen Reihengrab 15 Jahre und für ein Wahlgrab 20 Jahre.
 
Die Seebestattung
Der Seebestattung geht immer eine Einäscherung voraus. Nach der Einäscherung wird die Asche in eine für Seebestattungen zugelassene Urne gearbeitet. Die Urnen für eine Seebestattung müssen aus Materialien gefertigt sein, die sich später im Meerwasser auflösen, um ein Wiederauffangen der beigesetzten Urnen zu verhindern.
 
Die Seebestattung, früher nur für Seeleute möglich, ist heute eine Bestattungsform, für die sich jeder entscheiden kann. Die Urnen werden nach einer kurzen Zeremonie außerhalb der Dreimeilenzone ins Meer abgesenkt. Die Angehörigen erhalten seinen Seekarten- und Logbuchauszug. Die Seebestattung entbindet die Angehörigen von allen Folgekosten. Die Beisetzung erfolgt in der Ost- oder Nordsee.
 
Die anonyme Bestattung
Eine anonyme Bestattung kann in Schönebeck auf dem Ost- oder Westfriedhof erfolgen. Wenn der Wunsch der Angehörigen besteht, ist eine Urnenbeisetzung auf dem anonymen Grabfeld in ihrem Beisein möglich. Weiterhin besteht die Möglichkeit einer anonymen Erdbestattung.
 
In den umliegenden Gemeinden Eggersdorf, Biere, Welsleben, Groß Mühlingen und Eickendorf ist ebenfalls die anonyme Urnenbeisetzung möglich, jedoch ohne Angehörige.
 
Selbstverständlich werden bei jeder Bestattungsform die individuellen Wünsche berücksichtigt.